Spielplatzkontrollen - Wie sehen diese im Detail aus?

Der Bestandsplan
Ähnlich wie bei der Baumkontrolle lassen sich auch Spielplätze auf Übersichtskarten darstellen. Ein Planerstellung ist zwar nicht immer so dringlich wie bei der Baumkontrolle, gewährt aber auch bei größeren Kontrollgebieten und Spielplätzen eine Übersichtlichkeit.

Die Eigenschaftslisten
Hier werden die einzelnen Spielgeräte und auch das Umfeld genau aufgeführt. Die Geräte werden nach der aktuellen DIN 1176 genau beschrieben. Hierzu zählt:

Die Kontrolldokumente

Die Art der Kontrolle ist durch die DIN 1176/1177 genau geregelt. Es gibt drei hauptsächliche Kontrollarten:

  1. Die Sichtkontrolle
    Sie findet jede Woche bzw. jede zweite Woche statt - je nach Benutzungshäufigkeit. Diese soll gewährleisten, dass sichtbare Gefahren, wie z.B. herumliegende Glasscherben, abgenutzte Schaukelkettenglieder, Holzsplitterungen etc, die sich innerhalb kurzer Zeit ergeben haben, abgewendet werden. Das jeweilige Spielgerät und der Untergrund wird aus allen Perspektiven untersucht. Der Zustand wird schriftlich festgehalten und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bzw. Instandsetzung werden unmittelbar an den Auftraggeber bzw. direkt an den Handwerker weitergegeben, so dass diese so schnell wie möglich ausgeführt werden können. Falls eventuelle Schäden eine potentielle Gefahr für die Gesundheit der Kinder bedeutet, wird das Spielgerät, ggf. der ganze Spielplatz, bis zur Beseitigung der Schäden gesperrt.
     
  2. Die Funktionskontrolle
    Sie findet alle 6 Monate statt. Sie besteht neben der Sichtkontrolle aus weiteren Kontrollverfahren, die zusätzlich die Untersuchung der Funktionstüchtigkeit der Geräte einbeziehen. Hier werden z.B. Kugellager von Schaukeln, Federn von Wippelementen, die Stabilität der Aufbauten etc. genau überprüft. Diese Funktionskontrolle wird selbstverständlich ebenfalls protokolliert und an den Auftraggeber weitergeleitet.
     
  3. Die General- oder Hauptkontrolle
    Sie findet jährlich statt und soll alle Elemente der Sichtkontrolle und der Funktionskontrolle beinhalten. Darüber hinaus wird diese auf eine detaillierte Kontrolle aller Teile der Spielgeräte, seiner Fundamente, des Untergrundes und der Umgebung erweitert. Es gibt verschiedene Testverfahren, wie z.B. Belastungstests mit speziellen Geräten (Zugkontrolle) und Untersuchungen von Holzmaterial durch Widerstandsbohrungen. Die Gesamtheit dieser Untersuchung gewährleistet das höchste Maß an Sicherheit für Spielplätze und -geräte. Auch diese Kontrolle wird natürlich schriftlich festgehalten und unmittelbar an den Auftraggeber weitergeleitet.

Der Auftraggeber hat, wie auch bei der Baumkontrolle, den Zustand seiner Spielplätze und -geräte sofort im Blick.

Individuelle Wünsche der Auftraggeber können selbstverständlich mit einbezogen werden. So ist es z.B. möglich, die Listen nach besonderen Kundenwünschen zu erstellen, da die Bestände modern mit Hilfe der EDV per Datenbank abrufbar sind. Selbst eine weitgehend "papierfreie" Abwicklung lässt sich realisieren, z.B. per E-mail oder über ein kundeneigenes Passwort für die aktuelle Einsicht über das Internet. Sie können dies im Bereich "Kontakt/Kundencenter" an einem kleinen Beispiel ausprobieren. Falls weitere Personenkreise einbezogen werden sollen, können hier verschiedene Darstellungsweisen, individuelle Zugriffrechte im Internet und vieles mehr ermöglicht werden.

Neben allen technischen Umsetzungsmöglichkeiten werden aktuelle Erkenntnisse der Baumkontrolle über Weiterbildungen, wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Foren etc. auf neuestem Stand gehalten.